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Bhagavan Sri Balasai Babas Geburtstagsrede 2017

Teuerste der teuren Verkörperungen der Liebe!

Wir treffen uns alle hier jährlich für kurze Zeit und gehen wieder auseinander. Das mag der Grund dafür sein, dass unsere Beziehung zueinander immer frisch, immer sehnsüchtig und ewig ist.
Ihr seid alle – aus verschiedenen Gesellschaftsschichten stammend – aus dem Ausland und aus unterschiedlichen Teilen des Landes hierhergekommen. Ihr habt alle viele Unannehmlichkeiten und Schwierigkeiten auf euch genommen, um bei BABAs Geburtstagsfeierlichkeiten dabei zu sein. Ich segne euch in Hülle und Fülle mit meinen beiden Händen zum göttlichen Anlass von Neujahr, Sankranti (Telugu Fest), BABAs Geburtstag und der Weltfriedenskonferenz mit einem gesunden, glücklichen, friedlichen und wohlhabenden Leben.

Verkörperungen der Liebe!

Indien, das Land der Hindus, ist die Hauptstadt 
aller Länder weltweit in Bezug auf Spiritualität, Tapferkeit, Mut und Opfer. Es ist der ultimative Ort, wo ihr so hohe Werte findet. Kein anderes Land mag in dieser Angelegenheit mit Indien mithalten. Der Frieden, den die Staatsbürger heute genießen, ist das Ergebnis der großen Opfer unzähliger Menschen, von denen viele sogar ihr Leben im Kampf für das Land verloren haben. Als Zeichen eurer Dankbarkeit ihnen und dem Land gegenüber müsst ihr alle euren Tag damit beginnen, genau diesen Freiheitskämpfern Respekt zu zollen, euch dieses wunderbar freie Leben ermöglicht zu haben. 
Egal welcher Religion man angehört – der christlichen oder der muslimen oder irgendeiner anderen Religion, wenn man sich auch nur ein klein wenig Wissen über Spiritualität, Frieden und Selbstverwirklichung aneignen will und vor allem über das Göttliche Bescheid wissen will, dann muss man nach Indien kommen, denn all das kann man nur hier erfahren. Es ist wie Prasadam (was man von Gott bekommt) von der Göttlichkeit. 
Der Ursprung jeder Religion ist bekannt, außer der des Hinduismus. Er war schon immer da seit Menschengedenken und kann weder geschätzt noch gemessen werden. Wir können ihn die älteste Religion nennen. Keinem Historiker gelang es je, seine Zeit der Entstehung zu schätzen. So großartig sind der Hinduismus, seine Kultur und sein Erbe. Ohne unsere alte Kultur zu verlieren, haben wir die modernen Trends der heutigen Zeit in Bezug auf technologische Entwicklung, Bildung und verschiedene sozioökonomische Bereiche angenommen.

Einige Hindus hier sind zu einer anderen Religion konvertiert. Von so einer religiösen Konvertierung kann man jedoch nicht profitieren. Versucht stattdessen ein guter Mensch zu werden, der dem Fortschritt des Landes dient, was wiederum zu eurem eigenen Wohlbefinden beiträgt.

Wenn wir in der Geschichte zurückblicken, schaffte es keiner, eine bestimmte Religion zum Medium zu machen, Spiritualität zu lehren. Sei es Lord Rama oder Krishna – alle Avatare wählten in der Tat diesen göttlichen Ort Indien, um auf die Erde zu kommen. So großartig ist unser Mutterland. 
Andere religiöse Propheten konnten nur über Menschlichkeit predigen. Aber um über das Göttliche und die Göttlichkeit Bescheid zu wissen, um über die Veden zu lernen, um sich selbst zu verwirklichen und letztendlich die Befreiung (Moksha) zu erreichen d.h. über das wahre ICH Bescheid zu wissen, müsst ihr nach Indien kommen, denn all das ist nur hier in Indien möglich. In der Vergangenheit haben viele unser reiches Erbe geplündert und einige haben sogar Reichtümer und Wohlstand unseres Landes gestohlen und mitgenommen. Trotzdem haben wir noch immer eine Kultur, Traditionen und ein Erbe von unschätzbarem Wert und Menschen kommen zu uns, um über Spiritualität zu lernen, was nur in unserem Land möglich ist. Studenten anderer Ländern kommen an unsere Universitäten, um über das Wissen der Veden und über unsere alte hinduistische Tradition zu lernen. Einige Menschen dieses Landes sind nicht in der Lage, den Wert der Bräuche und Traditionen dieses Landes und die Bedeutung des Hinduismus zu begreifen. In der Tat fühlen sich einige Menschen dieses Landes von der westlichen Kultur, ihren Gewohnheiten und Lebensstilen angezogen und, mit dem Wunsch ein besseres Leben zu führen, wandern sie in andere Länder aus, wo sie als Waisen sterben müssen, weil es nicht ihr Mutterland ist. 

Was wir nicht hier in diesem Land erreichen und genießen können, werden wir auch nicht in einem anderen Land bekommen. Obwohl man gutes Geld verdienen kann, kommen einige Menschen mit leeren Händen zurück in unser Land, wo sie dann weder Frieden noch ein ordentliches Zuhause haben. Die Menschen, die behaupten, dass sie in einem fremden Land leben, nehmen sehr viele indische Produkte von ihren Eltern von Indien mit, wie zum Beispiel eingemachtes Gemüse (Essiggurken), Chutneypulver und Rasampulver (verwenden die Inder zum Würzen von Speisen). Die Eltern sind keinesfalls glücklich, dass ihre Kinder im Ausland leben.
Die vereinten Familien sind getrennt und werden zu Mikrofamilien. Der ganze Lebensstil hat sich verändert. Weder die betroffenen Personen selbst, noch das Land profitieren davon. Ihre Wurzeln sind hier. Somit gehören sie in dieses Land. Sie können ihre Identität nicht zurücklassen.

BABA erzählt eine Geschichte, um dies besser zu erklären.
Es war einmal ein junger Mann, der zu einem Guru (Lehrer) geht und sagt, dass er mit Seinem Segen sein Abitur bestanden habe. Er sagt, dass er gekommen sei, um vom Guru bezüglich seiner weiteren Ausbildung geführt zu werden. Der Guru fragt den jungen Mann, was seine Interessen seien. Der junge Mann antwortet, dass er nach Amerika gehen möchte. Dann fragt der Guru, was er denn in Amerika machen möchte. Der junge Mann sagt, dass er vorhabe, dort seinen Master zu machen. Der Guru fragt ihn, was er denn danach machen möchte. Der junge Mann antwortet, er möchte dann einen Job suchen. Der Guru fragt wiederum, was der Junge danach machen möchte. Der junge Mann sagt, dass er, wie alle, heiraten, Kinder bekommen und für sie sorgen möchte. Der Guru hört ihm zu und dann fragt er noch einmal, was er denn danach machen möchte. Der junge Mann sagt, er möchte genau das machen, was alle machen. Der Guru fragt, wenn er letztendlich sterben muss, wie jede andere Person auch, warum er dann unbedingt nach Amerika gehen wolle. Du kannst genauso gut hier in deinem Mutterland sterben. Zumindest kannst du gute Verdienste ansammeln, durch die du dann mit der göttlichen Gnade Befreiung erlangen kannst.

Um auf die Großartigkeit unseres Landes zurückzukommen, hier in Indien wird die Einheit in der Diversität praktiziert und dient als Vorbild für die ganze Welt. Dies bedeutet, dass wir Menschen unterschiedlicher Religionen gleich behandeln. Wir leben hier alle in Harmonie. Der wahre Name dieses Landes ist HINDU DESAM (Land). Später wurde es erst als Indien bekannt. Um die Reinheit Indiens zu verdeutlichen, vergleicht BABA Indien mit dem Fluss Ganges in Kashi (auch bekannt als Varanasi). Kashi ist ein sehr bekannter Pilgerort im indischen Bundesstaat Uttarakhand. Die Rishis sagen schon immer, dass diejenigen, die Kashi besuchen (Lord Shivas Tempel) und im heiligen Fluss Ganges baden, all ihr Übel abwaschen. Sie erlangen Befreiung. Das ist die Überlieferung über Kashi und den Fluss Ganges. Er ist ein Ort der Reinheit. Ein so großartiger Fluss wird von unserem Land getragen. So rein ist dieses Land. Wir sollten stolz sein, Hindus, Inder zu sein.

In der hinduistischen Kultur können wir Gott in der Natur, im Felsen, in der dünnen Luft und im Feuer sehen. Der Gott des Regens heißt Varuna, der Gott des Feuers heißt Agni devudu und der Gott der Luft heißt Vayu. Somit haben wir das Göttliche im Alltagsleben integriert. Das macht es sehr einfach für die Suchenden, Gott überall zu sehen. In anderen Ländern haben die Kinder auch Namen von Steinen und Vögeln, aber die Besonderheit Indiens ist es, dass wir den Kindern sogar Namen verschiedener Götter geben. Obwohl eine Person vielleicht ein Atheist ist, trägt er dennoch den Namen eines Gottes. Das ist die hinduistische Kultur und Tradition. Es ist ein sehr einfacher Weg, den Namen Gottes immer und immer wieder zu sagen, indem man sich gegenseitig bei seinem Namen ruft.

Gott ist überall. Er ist omnipräsent. Er ist über uns, unter uns, um uns herum und Er ist links und auch rechts von uns. Der Hinduismus lehrt uns, Gott zu visualisieren, der überall ist. BABA stellt die Frage, ob Gott, der überall ist – in der Luft, im Wasser, im Sonnenlicht, in unseren guten und schlechten Taten, im Himmel und in der Hölle – nicht auch im Seva (Dienen) präsent ist?
Wenn wir zurückgehen ins Treta Yuga, Krita Yuga und Dvapara Yuga predigten Lord Krishna und Lord Rama Frieden (Shanti), Liebe (Prema) und Rechtschaffenheit (Dharma) als unsere Pflichten. Im heiligen Buch der hinduistischen Mythologie, der Bhagavad Gita, legte Lord Krishna selbst ein Geständnis ab, dass, wann auch immer und wo auch immer das Dharma verletzt oder zerstört wird, Er auf die Erde kommt, um das Dharma wiederherzustellen. 

Anstatt den alten Bräuchen und Ritualen zu folgen und Gott zu preisen, müssen die Sai Devotees den neuen Weg der Spiritualität gehen, der uns in die Befreiung führt. Statt die Zeit mit unnützem Geschwätz zu verbringen, sollten wir versuchen, welchen Dienst auch immer am Nächsten zu tun. So wie Gott überall ist, so dient ihr Gott selbst, wenn ihr einem Mitmenschen dient. Wenn Er zufrieden und glücklich ist, dann überschüttet Er uns und unsere Freunde und Verwandte mit unaufhörlichem Segen. Er wird uns alle Wünsche erfüllen und uns sogar die Befreiung garantieren. Alles ist in Seinen Händen. Da Er der Schöpfer ist, ist alles unter Seiner Kontrolle.

Es gibt einen äußerst leichten und flexiblen Weg in diesem Leben Befreiung oder Erlösung zu erlangen. Wie kann es uns auch nur beschäftigen, ob wir nach unserem Leben in den Himmel oder in die Hölle kommen. Anstatt darüber nachzudenken, sollen wir uns lieber um unsere Mitmenschen, die unseren Dienst brauchen, kümmern. Sie sind wie die Deities (Himmelsmenschen), die unseren Dienst erhalten und uns segnen, was uns wiederum Befreiung und guten Verdienst garantiert. Ohne sie wäre all das nicht möglich. 
Jeder denkt, er kommt nach dem Tod in den Himmel. Aber wisst ihr eigentlich, was der Himmel ist? Es ist ein Zustand, wo ihr weder Durst noch Hunger und auch nichts zu tun habt. Nach einer gewissen Zeit wird man irritiert und wartet darauf, auf der Erde hier in einem hinduistischen Land wiedergeboren zu werden. In Indien gibt es mehr als 1000 Fernsehkanäle. Wir sind dadurch irritiert und wissen nicht mehr, welchen Sender wir schauen sollen. Obwohl wir so viele Möglichkeiten zum Feiern und so viel Komfort und Luxus haben, sind wir nicht zufrieden. Wie kann man dann im Himmel, wo wir frei von Hunger, Durst, Wunsch, Schlaf und Freude sind, glücklich sein. Warum seid ihr also hinter diesem Ziel her? Euer Aufenthalt im Himmel ist begrenzt auf eure Verdienste. Wenn euer Guthaben aufgebraucht ist, dann müsst ihr wieder auf die Erde zurück. Warum sucht ihr also nicht nach einem Platz, der wie der Himmel auf Erden ist, wo ihr den Bedürftigen und Armen, ungeachtet der Kaste, des Glaubens und der Religion helft. So könnt ihr viel Frieden und Glückseligkeit erfahren. Das ist nichts anderes als der Himmel auf Erden. Wir können all das erleben, wenn wir noch am Leben sind. Das Ausmaß an Glückseligkeit und Zufriedenheit, das wir dadurch erlangen, kann nicht in Worte gefasst werden. Wir können sagen, wir erfahren das Einssein mit Gott. Und so einen Platz gibt es weder im Himmel noch in einer der sieben Welten dieser Schöpfung.

BABA erzählt eine Geschichte:
Es war einmal ein Fuchs und der tat schwere Buße für Gott. Gott war so zufrieden mit seiner Buße und erschien dem Fuchs und fragte den Fuchs, ob er einen Wunsch habe. Der Fuchs fragte nach einem Ort, wo er weder Durst noch Hunger habe. Gott fragte ihn, warum er sich so etwas wünschte, denn nach einiger Zeit würde er irritiert sein und sich wieder nach Durst und Hunger sehnen. Gott sagte dem Fuchs, er solle glücklich sein mit dem, was er hat. Der Fuchs jedoch bestand darauf, dass er mit Gottes Gnade und Segen weder Hunger noch Durst empfinden möchte. Gott erfüllte ihm seinen Wunsch und war weg. Der Fuchs wurde sehr faul und demotiviert, irgendetwas zu tun. Alle anderen Tiere jagten fleißig, um etwas zu essen zu haben und der Fuchs lag nur faul herum, da er ja keinen Hunger mehr hatte. Er musste ja nicht aufstehen und arbeiten. Wie Gott ihm schon sagte, tat der Fuchs wieder Buße und bat Gott, ihm sein ursprüngliches Gefühl von Hunger und Durst wieder zurückzugeben. BABA sagt hier auch, wenn man keinen Hunger hat, warum braucht man dann eine Familie und Kinder. Lasst uns doch in dieser materiellen Welt Dienst an der Menschheit tun, der auch Dienst an Gott ist.
BABA sagt, dass – anstatt über die verschiedenen Wege nachzudenken, wie man durch das Praktizieren spiritueller Übungen Befreiung erlangt – der
beste Weg ist, seinen Mitmenschen zu dienen und Er segnete alle, ein gesundes, glückliches, wohlhabendes und friedliches Leben auf dieser Welt zu führen.

Am Schluss Seiner Rede sagt BABA, dass wir alle anderen Religionen mit nötigem Respekt behandeln. Ich betone, dass die Jugend nicht in Versuchung geführt werden soll vom Lebensstil anderer Länder und in ein anderes Land auswandert, um dort mehr Geld als hier in Indien zu verdienen. Konzentriert euch stattdessen auf den Fortschritt und die Entwicklung eures eigenen Landes und eurer Mitmenschen. Schätzt das reiche Erbe und die Kultur eures eigenen Landes. Indien ist immer schon bekannt für seine Einheit in der Diversität.
Wir müssen die Barriere der Kaste, des Bekenntnisses und der Religion überwinden und eine gesunde und glückliche Gesellschaft schaffen.

Übersetzt vom Englischen ins Deutsche von Regine Wolke

 
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